Zusatzanalyse zur VOTO-Studie: Wer stimmte für Fair Food und gegen die Ernährungssouveränität?

Seit heute ist die VOTO-Studie zu den eidgenössischen Volksabstimmungen vom 23. September 2018 online erhältlich. Die Studie zeigt, dass in Bezug auf den Stimmentscheid bei den Agrarvorlagen kaum differenziert wurde. Zusammen mit Lukas Lauener von FORS habe ich eine kleine Zusatzanalyse durchgeführt. Wir haben uns dafür interessiert, welche Stimmbürgerinnen und Stimmbürger die Fair-Food-Initiative guthiessen und die Ernährungssouveränität verwarfen. Dabei zeigt sich, dass Parteisympathien und Sprachregionen von Bedeutung waren. Continue reading

Haben die Befürworter der Agrar-Initiativen eine Chance verpasst?

Die Wahrscheinlichkeit für einen Erfolg der Fair-Food-Initiative wird auf dem Prognosemarkt aktuell auf bescheidene 6% beziffert. Gemäss der Vorhersage von politan ist das wahrscheinlichste Resultat ein Ja-Stimmenanteil von 40 bis 45%. Bei der Initiative für Ernährungssouveränität sieht es noch klarer aus. Hier geht der Prognosemarkt von nur 2% Wahrscheinlichkeit aus, dass sie angenommen wird, während politan das wahrscheinlichste Abstimmungsresultat zwischen 30 und 39% sieht. Continue reading

Beeinflussen die Medien den Stimmentscheid der BürgerInnen?

In Rahmen von Volksabstimmungen sind die Massenmedien von zentraler Bedeutung. Als intermediäre Instanzen zwischen den politischen Eliten (insb. Behörden, Parteien sowie Interessengruppen) und den BürgerInnen spielen sie eine wichtige Rolle. Die Journalisten wählen nicht nur die politischen Akteure aus, die in die Medienberichterstattung Eingang finden, sondern entscheiden auch über die Art und Weise, wie diese dargestellt werden. Über diese Selektions- und Präsentationslogiken hinaus scheuen sie nicht davor zurück, ihre eigenen Positionen und Ansichten einzubringen, zumal die Autonomie der Medien gegenüber dem politischen System in den letzten Jahrzehnten tendenziell stark zugenommen hat. Continue reading

Eine erfolgreiche Unterschriftensammlung hat einen positiven Einfluss auf das Abstimmungsresultat

Innert nur 61 Tagen haben die Gegner des neuen Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) über 55’000 Unterschriften gesammelt. Damit gelangt voraussichtlich das Gesetz, welches die Überwachung von IV-Rentnern, Arbeitslosen und Krankenversicherten mittels Detektiven erlaubt, zur Abstimmung. Die Unterschriftensammlung war ein grosser Erfolg, denn die Initianten haben die Hürde von 50’000 Unterschriften problemlos erreicht. Die Initianten hätten nun noch 29 Tage Zeit, um zusätzliche Unterschriften zu sammeln. Eine neue Studie zeigt, dass dies sinnvoll sein könnte. Denn gemäss der Studie ist eine erfolgreiche Unterschriftensammlung nicht nur mit einem besseren Abstimmungsresultat korreliert, sondern verursacht diesen teilweise sogar. Continue reading

Vorhersagen Geldspielgesetz


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Vorhersagen Vollgeld-Initiative


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Ein historisches Debakel für die Vollgeld-Initiative?

Das schlechteste Resultat, das eine eidgenössische Initiative bisher erzielt hat, betrifft mit nur 2,7% Ja-Stimmenanteil eine Vorlage zur “Getreideversorgung” aus dem Jahre 1929. So tief dürfte der Ja-Anteil für die Vollgeld-Initiative nicht ausfallen und damit bleibt dem Initiativkomitee die Schmach eines Schweizer Rekords erspart. Dazu gilt es aber anzumerken, dass im Fall der Initiative “Getreideversorgung” immerhin gleichzeitig ein Gegenvorschlag angenommen wurde und damit die Initiative wenigstens indirekt Wirkung erzielte. Continue reading

Ist das Referendum gegen “Versicherungsspione” wirklich chancenlos? Ein Update

Vor einer Woche habe ich auf Basis des Abstimmungsverhaltens im Parlament eine Schätzung über den wahrscheinlichen Ausgang bei einer allfälligen Abstimmung berechnet. Gemäss diesem “Parlamentsindikator” bin ich zum Schluss gekommen, dass ein erfolgreiches Referendum sehr unwahrscheinlich ist. Ich habe eine Wahrscheinlichkeit von unter 5 Prozent berechnet. Daniel Graf, der wohl bekannteste Schweizer Campaigner und einer der treibenden Kräfte des Referendumskomitees, sowie Lucas Leemann, Professor für Politikwissenschaft der Universität Zürich, haben daran Kritik geäussert. In diesem Beitrag gehe ich darauf ein und teste, ob ich die Wahrscheinlichkeit für ein erfolgreiches Referendum unterschätzt habe. Continue reading

Ist das Referendum gegen “Versicherungsspione” wirklich chancenlos?

Der Nationalrat hat ein neues Bundesgesetz angenommen, welches die Überwachung von IV-Rentnern, Arbeitslosen und Krankenversicherten mittels Detektiven erlaubt. In den sozialen Netzwerken hat sich darauf hin in rekordschneller Zeit Widerstand gegen die “Versicherungsspione” entwickelt. Aufgrund der gelungenen Online-Mobilisierung ist eine Unterschriftensammlung für die Erzwingung eines Referendums geplant. Im linken Lager wird jetzt debattiert, ob ein solches Referendum überhaupt Erfolgschancen hat. 50plus1 hat auf Basis des Abstimmungsverhaltens im Parlament eine Schätzung über den wahrscheinlichen Ausgang bei einer allfälligen Abstimmung berechnet.
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Expérience sur l’initiative No Billag : L’effet des arguments sur l’intention de vote.

Du 27 décembre 2017 au 4 janvier 2018, nous avons mené une expérience sous la forme d’un sondage relatif à l’intention de vote concernant l’initiative No Billag sur laquelle le peuple suisse s’est prononcé le 4 mars dernier. Au total, 1500 personnes ont participé à cette expérience. Les participants ont été recrutés par Facebook ou via les sites internet du Journal du Jura et du Bieler Tagblatt. Une partie de cette expérience consistait à tester l’effet de différents arguments sur l’intention de vote des répondants. Les résultats indiquent que les arguments n’impactent pas ou diminuent les intentions de vote favorables à l’initiative. De plus, il semble que les arguments qui diminuent le soutien à l’initiative aient un effet plus prononcé sur les personnes qui supportent le PLR et l’UDC.
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