Evidenz für Langeweile im Abstimmungskampf

Eine Stärke von Prognosemärkten ist erwiesenermassen, dass sie schon zu einem frühen Zeitpunkt relativ genaue Vorhersagen generieren. Frühe Vorhersagen auf dem Prognosemarkt dürften vor allem auf der Parteienkonstellation und den Erfahrungswerte zu ähnlichen Vorlagen in der Vergangenheit basieren. Daher sind sie vor allem dann aussagekräftig, wenn sich die Kampagne nach üblichem Muster abspielt. Bis jetzt handelt es sich beim Abstimmungskampf zum Energiegesetz um eine solche langweilige, da absehbare, Kampagne. Entsprechend sollte der Prognosemarkt bereits eine verlässliche Vorhersage abliefern. Continue reading

Weshalb liegen GfS und Tages-Anzeiger bei den Umfrageergebnissen so weit auseinander?

Heute haben GfS und der Tages-Anzeiger die erste Welle ihrer Umfragen zu den Abstimmungen vom 12. Februar publiziert. Sie kamen dabei auf sehr unterschiedliche Zustimmungswerte für die drei Vorlagen. So liegen die Zustimmungswerte bei GfS durchwegs deutlich höher als in der TA-Umfrage, wobei in Bezug auf die erleichterte Einbürgerung für Personen der dritten Generation der Unterschied nicht weniger als 24 Prozent beträgt. Wie ist es möglich, dass zwei Umfragen mit derselben Fragestellung auf derart unterschiedliche Resultate stossen? Die Frage ist berechtigt, denn beide Urheber behaupten, dass sie Momentaufnahmen für die ganze Stimmbevölkerung abbilden. Dies ist aber ganz offensichtlich nicht der Fall. Continue reading