Antwort auf Daniel Bochsler’s Einwand bezüglich 3. Generation

Lieber Daniel (Bochsler),

Danke, für Deinen Kommentar zu unserem letzten Post und dem entsprechenden Artikel im Tagesanzeiger! Dein Einwand ist berechtigt: Bei der Volksabstimmung wird es nur teilweise um jene Personen gehen, welche ich als dritte Generation bezeichnet habe (alle, die mindestens einen Grosselternteil aber keinen Elternteil haben, der im Ausland geboren ist). Da ich keine Auskunft über die Staatsbürgerschaft der Grosseltern habe und es sich in meinem Sample um Schweizer Staatsbürger handelt, kann ich nur eine Annäherung an die Zielgruppe der Initiative machen (die bekanntlich sehr klein ist). Wie Du richtig sagst, geht es in erster Linie (so viel ich weiss aber nicht nur) um jene Personen, bei denen alle vier Grosselternteile im Ausland geboren sind. In unten stehender Grafik habe ich deren Links-Rechts-Positionierung mit all jenen die nur ein, zwei oder drei im Ausland geborene Grosselternteile haben, verglichen. Es gilt dabei nochmals darauf hinzuweisen, dass das Sample sehr klein ist (für diese Analyse N=112). Continue reading

Ist die dritte Generation links?

Am 12. Februar des nächsten Jahres hat die Schweizer Stimmbevölkerung über eine Vorlage zu befinden, die eine erleichterte Einbürgerung für AusländerInnen der dritten Generation vorsieht. Bei solchen Vorlagen wird jeweils der Vorwurf erhoben, dass die Linke ihr Wählerpotential vergrössern wolle. Es ist davon auszugehen, dass die Contra-Seite dieses Argument im Abstimmungskampf verwenden wird. Wie steht es nun um die politischen Einstellungen der 3. Generation? 50plus1 stellt empirische Ergebnisse vor. Continue reading

Wissen und Stimmentscheid bei AKW-Volksinitiativen: Ein Blick in die Vergangenheit

Am 27. November stimmt die Schweizer Stimmbevölkerung über die Atomausstiegsinitiative der Grünen und ihrer Verbündeten ab. Die Vorlage fordert im Wesentlichen, dass die bestehenden Kraftwerke nach maximal 45 Jahren vom Netz gehen und dass keine neuen AKWs betrieben werden dürfen. Bemerkenswert ist dabei, dass im Rahmen des nächsten Urnenganges auf eidgenössischer Ebene keine weiteren Abstimmungen anstehen. Wie eine Analyse von Prof. Hanspeter Kriesi (EUI Florenz) suggeriert, dürfte dieser Umstand die Meinungsbildung der StimmbürgerInnen ganz erheblich beeinflussen. Ein Blick in die Vergangenheit legt jedenfalls den Schluss nahe, dass diese Konstellation sowohl den Kenntnisstand über die Vorlage als auch den Ja-Anteil erhöhen dürfte. Continue reading